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Deutsche Bundesbank

Die vorrangigen Ziele der Deutschen Bundesbank sind die Verwaltung der Währungsreserven in der Bundesrepublik Deutschland, die Gewährleistung der Preisniveaustabilität, und die bankmäßige Durchführung des Zahlungsverkehrs mit dem Ausland und im Inland. Außerdem trägt sie zur Stabilität der Verrechnungs- und Zahlungssysteme bei. Sie ist die Zentralbank von der Bundesrepublik Deutschland, ist eine öffentliche Verwaltung und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Als Teil der Zentralbanken im Europäischen System, ist sie die juristische Person im öffentlichen Recht, und ist der Nachfolger der Bank deutscher Länder.

Eine kurze Geschichte zur Deutschen Bundesbank. Die Währungsgeschichte in Deutschland verknüpft die Historie der Deutschen Bundesbank ganz eng miteinander. Die deutsche Währung war nach dem Krieg völlig zerrüttet und erforderte eine Währungsreform. In den westlichen Besatzungszonen, West-Berlin mit eingeschlossen, löste die Deutsche Mark die wertlose Reichsmark ab. Ein zweistufiges Zentralbanksystem, wurde von den Westmächten in ihren Besatzungszonen aufgebaut, das als Vorbild ein System in Amerika hatte. Die rechtlich selbstständigen Landesbanken, in den Ländern der Besatzungszone, und die Bank Deutscher Länder in Frankfurt am Main, waren die Bestandteile des zweistufigen Zentralbanksystems nach dem Vorbild des Federal Reserve Systems (FED) in den Vereinigten Staaten.

Die Organe der Bundesbank bis 2002. Die Währungshoheit ging 1989 auf die Europäische Zentralbank über, damit wurde auch die Struktur der Bundesbank in der Organisation geändert. Das oberste Organ der Bundesbank war jetzt der Zentralbankrat. Die Direktion bestand aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten und sechs weiteren Mitgliedern im Vorstand. Die Mitglieder wurden von der Bundesregierung vorgeschlagen. Diese Gruppe wurde somit zum geschäftsführenden Organ, die währungspolitischen Beschlüsse wurden aber im Zentralbankrat gefällt.

Die heutigen Aufgaben der Bundesbank. Als Zentralbank ist sie Bestandteil des ESZB und unterstützt die Koordination zwischen mehrjähriger Finanzplanung und Haushaltsplanung der Gebietskörperschaften. Die nationalen Zentralbanken von allen Staaten der Europäischen Union und die Europäische Zentralbank, bilden das Europäische System der Zentralbanken ESZB. Im Januar 1999 wurde es mit der dritten Stufe von der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion eingeführt. Ziele des ESZB sind die Unterstützung der Wirtschaftspolitik in der Europäischen Union und die Gewährleistung der Preisniveaustabilität.

Als Notenbank sichert die Bundesbank die Umlauffähigkeit des Bargeldes, und versorgt die Wirtschaft mit Bargeld. Als Refinanzierungsquelle hat sie eine Hauptfunktion bei den Geschäftsbanken, den die können ihren Bedarf an Zentralbankgeld über die Bundesbank decken, und somit war bis 1998 diese Steuerung der Geldmenge eine Hauptaufgabe der Bundesbank. Die Bundesbank stellt auch Falschgeld sicher, und überprüft das von Wertdienstleistern und Banken eingezahlte Bargeld. Sie ersetzt zerstörte Banknoten, und informiert wöchentlich über die umlaufende Bargeldmenge. Für Landes-, Bundes- und Kommunalbehörden werden von der Bundesbank kostenlose Konten durchgeführt, und auch die Sozialversicherungsträger profitieren von der Abwicklung normaler Bankdienstleistungen durch die Bundesbank. Guthaben bei Banken im Ausland, Wertpapiere mit ausländischer Währung und Goldreserven, sind die gesamten Vermögen der Bundesbank, die nicht auf den Euro lauten. Diese Währungsreserven sind zur eigenen Währung der Gegenwert, und werden möglichst so angelegt, dass sie viel Rendite bringen. Bei großen Schwankungen des Wechselkurses bieten die Währungsreserven die Handhabe zur Intervention. Die Bundesbank hat die zweitgrößten Goldreserven nach der US-Notenbank. Die ungefähr 3.500 Tonnen Gold haben einen Marktwert von über 65 Milliarden Euro. Ein Großteil des Goldvermögens soll aber nicht in Deutschland lagern, sondern ist in London oder New York City bei der Federal Reserve Bank sicher untergebracht.

Zur Sicherung und Stabilität des Finanzsystems ist die Bundesbank auch in der Bankenaufsicht vertreten. Bei der laufenden Überwachung der Banken werden von ihr die Jahresabschlussberichte dieser Institute ausgewertet, und Prüfungen nach vorgeschriebenen Paragraphen durchgeführt. Die wirtschaftliche Lage der Kreditinstitute wird anhand der statistischen Auswertungen beurteilt, die von der Bundesbank erstellt werden.

Autor: money - veröffentlicht am 11.03.2008 - 23:34:09 - letzte Überarbeitung am 11.03.2008 - 23:34:09

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Kategorie: Banken
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