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DAX - Deutscher Aktienindex

Die Abkürzung DAX steht für "Deutscher Aktienindex". Dabei handelt es sich um den derzeit wichtigsten Aktienindex an der deutschen Börse. Der DAX besteht aus 30 Aktienkursen und wird regelmäßig neu gebildet. Die Besetzung des DAX richtet sich nach der Größe und der Umsatzstärke eines Unternehmens. Die jeweils 30 stärksten Unternehmen in diesem Bereich erhalten einen Platz im DAX 30. Er zeigt somit die deutschen Blue-Chips und hat sich zum Leitindex des Aktienmarktes in Deutschland entwickelt.

Ursprünglich gibt es den deutschen Aktienindex DAX erst seit dem 11.01.1988. Aus seinem einstigen Ergänzungscharakter zu den bereits bestehenden Indizes hat sich der DAX zu einem offiziellen Index entwickelt. Inzwischen gilt der DAX 30 als offizieller Maßstab des deutschen Aktienmarktes und ist somit der wichtigste Index an der Frankfurter Börse.

Der DAX 30 hat in Deutschland zwei Funktionen: Zum einen gilt er als Performanceindex, zum anderen als Kursindex. Performanceindex heißt, dass auch Dividendenzahlungen der Unternehmen in die Berechnungen des DAX-Standes eingehen. Dividenden werden von einigen Unternehmen jährlich gezahlt. Es handelt sich dabei um eine Kapitalvermehrung, die sich unabhängig von der Kursentwicklung des einzelnen Wertes vollzieht. Man geht hier von der Re-Investition der Dividenden aus. Kursindex bedeutet, dass die Kursschwankungen der 30 Einzelwerte, die zum DAX 30 gehören, zusammengefasst werden. Somit würde sich die DAX-Steigerung aus der Kurssteigerung der Aktien entwickeln. Es würde ein durchschnittlicher, prozentualer Zugewinn des Kurses dem Zugewinn des DAX-Standes entsprechen. Die Dividenden müssen aufgrund ihrer Kapitalvermehrungsfunktion jedoch noch eingerechnet werden.

Steigt ein Einzelwert beispielsweise um einen sehr hohen Prozentsatz, während sich die verbleibenden 29 Werte leicht im Minus befinden, kann die gesamte Bilanz des DAX dennoch positiv sein. Dies liegt daran, dass der Berechnung des DAX eine unterschiedliche Gewichtung der Einzelwerte zugrunde liegt. Die unterschiedliche Gewichtung richtet sich nach der Marktkapitalisierung der einzelnen Gesellschaften.

Die DAX Kurse werden elektronisch durch Handelssystem XETRA erfasst. Der DAX eröffnet börsentäglich von Montag bis Freitag jeweils um 9 Uhr und schließt um 17:30 mitteleuropäischer Zeit. Voraussetzung für die Eröffnung ist lediglich, dass es von mindestens 20 Unternehmen im DAX eine erste Kursnotierung gibt. Die Berechnung des DAX erfolgt in Echtzeit. Seit dem 01. 01.2006 wird der DAX einmal in der Sekunde berechnet. Nachrichtensender zeigen die aktuellen Kurse in Echtzeit in ihrem Laufband. Auch kann der DAX-Kurs auf verschiedenen Seiten im Internet eingesehen werden. Hier ist aber zu berücksichtigen, dass die Kurse unter Umständen eine 15-minütige Verzögerung haben. Um aktuelle Kurse aufzurufen, sollte man demnach die Realtime-Funktion der Seite nutzen, oder auf Fernsehsender ausweichen.

Grundvoraussetzungen für die Aufnahme in den DAX sind Orderbuchumsatz im Xetra- und Parketthandel sowie die Streubesitz-Marktkapitalisierung. Wenn ein Unternehmen nach diesen beiden Kriterien nicht mehr zu den 45 größten Unternehmen gehört, so wird es aus dem DAX genommen. Andererseits kann ein Unternehmen nunmehr im DAX gelistet werden, wenn es nach diesen Kriterien zu den 30 größten Werten zählt. Grundsätzlich werden jährlich im September die Fast-Exit, Fast-Entry, Regular-Exit und Regular-Entry Regeln angewandt, um über die Neubesetzung des DAX zu entscheiden.

Den größten Anteil an der Kursbewegung des DAX haben derzeit die Siemens AG, die Allianz Versicherung, die E.ON AG, die Deutsche Bank, die Daimler AG und die Deutsche Telekom. Auch RWE, SAP, BASF und Bayer zählen zu den Werten, die ausschlaggebend für die Kursschwankungen des Index sind.

Im Jahre 2007, am 13. Juli, hat der DAX seinen absoluten, vorläufigen Höchststand erreicht. Hier lag er bei 8151,57 Punkten. Bei der Gründung des DAX wurde ein Wert von 1000 Punkten festgelegt, der bis zum Jahr 1959 zurückgerechnet wurde.

Im Jahre 1998 hat der DAX sehr starke Kursverluste hinnehmen müssen, von denen er sich jedoch bis zum Jahr 2000 erholt hat. Seit dem Jahr 2000 bis zum Jahr 2003 hat der DAX weit über 50% seines Standes eingebüßt, konnte bis zum Jahr 2008 jedoch damalige Höchststände wieder erreichen.

Die Investition in DAX-Aktien ist weniger risikoreich als die Investition in Firmen des TecDAX. Es handelt sich um Unternehmen, die bereits viele Jahre im DAX notiert sind und oben genannte Kriterien erfüllen.

Autor: money - veröffentlicht am 16.03.2008 - 23:13:30 - letzte Überarbeitung am 16.03.2008 - 23:13:30

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Kategorie: Börse
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